Drivin’ … a lot

Auf dem Campingplatz in Noosa empfahlen mir die Leute, mir die Carnarvon Gorge anzusehen. Ich fuhr natürlich sofort hin, weil ich zwischen Rainbow Beach und Airlie Beach keine weiteren Ziele hatte. Ich unterschätzte jedoch erheblich wie weit der Carnarvon National Park im Landesinnneren lag.
Auf dem Weg (770km) musste ich zwei mal voll tanken und bin durch verschiedenste Biome von Australien gefahren. Von Regenwald bis Steppe, war da alles dabei.

Das Gewitter war zum Glück schon bei er Gorge gewesen und ich musste nur hindurchfahren.

# Carnarvon Gorge

An der Straße zur Gorge haben Pfadfinder ein Denkmal für eine abgestürzte B29 vom 2. Weltkrieg errichtet. Die B29 ist in einen Sturm geraten und abgestürzt. Ja, auch hier in Australien mussten sie sich gegen die Japaner wehren.

Omnomnom. Totes Känguru! ^-^

Ich kann mir vorstellen warum, die beiden Rentner meinten, dass ich mich hier locker 3 Tage herumtreiben kann. Der Weg überquert des Öfteren einen breiten Bergbach und es führen einige steilere Abzweigungen zu den Sehenswürdigkeiten. Wenn man die Wege zusammenrechnet kommt man auf mindestens 25km Wegstrecke. (Leider?) habe ich alles an einem Tag abgeklappert und dabei mehrfach ältere Leute überholt, die für eine einzige Etappe einen ganzen Tag brauchten. Da es in der Gegend entäuschenderweise sonst nichts mehr zu sehen gab, musste ich wieder von Dannen ziehen und die 700km nach Airlie Beach zurück an die Küste fahren…
Auf dem Weg überquerte ich den tropicus capricorni (aka. Südlicher Wendekreis) und befand mich somit in den Tropen. Die Scherzkekse in Blackwater, das in der Nähe des Wendekreises liegt, haben viele ihrer Straßen nach Sternen, oder Sternbildern benannt. Zum Beispiel Capella Lane.

Airlie Beach

Airlie Beach ist das Sprungbrett zu den Whitsunday Islands, eine Inselgruppe vor der Küste und Teil des Great Barrier Reefs. Hier kann man Seegelyachten, Flüge und Tagestouren zu den verschiedenen Inseln buchen, aber ich bin leider ein wenig zu Spät gekommen und musste mich noch einen Tag gedulden bis ich zu den Inseln aufbrechen konnte, also habe ich mich in dem nahe gelegenen Conway National Park herumgetrieben.

Von diesen schwarzen Schmetterlingen gab es dort enorm viele. Teilweise sind ganze Scharen von ihnen um mich herum geflattert. Das hatte durchaus etwas Paradiesisches an sich.

Eine Lace Monitor Lizard (dt.: Buntwaran) sonnt sich auf dem Weg.

Als ich näher kam, verkroch er sich leider…

Ich glaube die ist harmlos…

Der heimische Badestrand bei Sonnenuntergang…

… inklusive Quallenwarnung! Zum Glück ist gerade nicht Quallensaison.

Whitsunday Island

Ich entschied mich für eine Nacht auf einer der Inseln zu übernachten. Es gibt mehrere Orte in dem Inselgebiet an denen man Zelten darf, aber der populärste Ort ist definitiv Whitehaven Beach. Hier fahren tagsüber auch die meisten Tourboote hin. Dementsprechend gehts da tagsüber auch zu. Eigentlich wollte ich ein Kayak mieten und über mehrere Tage einige andere Strände anfahren, aber man musste verständlicherweise mindestens zu zweit sein, um das machen zu können.
Zusätzlich zu dem Taxiservice mietete ich mir auch Schorchelzeug, Flossen und einen Stinger Suit, ein dünner Neoprenanzug der zum Schutz gegen Quallen gedacht ist.

Dieses Landungsboot brachte uns zum Campingplatz nachdem es noch einige andere Reisende am Dugong Beach abgesetzt hatte. Anscheinend gibt es dort Dugongs (aka. Manatee, dt.: Seekuh), aber keiner, den ich gefragt habe, hatte welche gesehen.
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Gleich nach der Ankunft stolziert diese dreiste Echse an meinem Zeltplatz vorbei. Anschließend habe ich die kurze Wanderung (3,4km einweg) auf die andere Seite der Insel unternommen um nicht von den Touristenhorden überrant zu werden. Hier stellte ich dann leider fest, dass meine kleine Kamera ein wenig zu viel Sand erwischt hatte und ich deshalb von nun an nur noch mein Smartphone zum Fotos knipsen habe und das hat leider keinen besonders guten Zoom…

Diese Raupe hing einfach so in den Weg hinein. Sie war gerade damit beschäftigt sich mühevoll an ihrem Faden hinaufzuziehen.

Chance Bay.

Zurück am Whitehaven Beach legte ich mich an dem traumhaft weichen weißen Strand in die Sonne und den entspannte mich den Rest des Tages, bis ich von zwei tief fliegenden viermotorigen Militärmaschinen gestört wurde. Ich vermute zwei C130, aber ich bin mir nicht sicher. Ich denke sie haben geübt im Tiefflug Material abzuwerfen, denn ihre Hecktüren, waren offen.
Interessanterweise waren sie leiser als die meisten zivilen Kleinflugzeuge mit nur einem Motor.

Abendessen!

Sonnenaufgang

Nachdem ich den Abend mit ein paar Niederländern und Australien verbracht hatte und wir Marshmallows am Gaskocher grillen mussten, weil wir kein Feuer machen durften, habe ich mich um 5 Uhr morgens aus dem Bett gequält und bin den 8km langen Strand entlang gewandert.
Um 6:34 ging dann letztendlich die Sonne auf.